Chaos im Kinderzimmer muss nicht sein...

Aufräumen mit Kindern

Spielzeugautobahnen, Kuscheltiere und überall Bauklötze. Wie schön, wenn Kinder sich kreativ austoben. Damit kein Chaos entsteht, hat Aufräumhelfer Rennie einige Tipps zusammengestellt. Denn: Ordnung wird nicht in die Wiege gelegt, die Kleinen müssen Strukturen erst lernen.

 

 

Rennies Top-Tipps auf einen Blick:

Vorbildlich

Lässt du selbst gern mal das Geschirr vom Vortag in der Spüle stehen, weil ein Abend mit deinem Buch verlockender ist als der Abwasch? Deinem Kind könnte es mit dem Spielzeug ähnlich gehen... Eltern, die über unordentliche Kinder klagen, prüfen am besten zunächst ihr eigenes Ordnungsverhalten. Kinder nehmen sich ein Vorbild an ihren Eltern und besonders Kleinkinder ahmen gerne nach. Deshalb: Verlange nichts, was du nicht selbst einhältst.

Ordnung will gelernt sein: Räume das Zimmer doch gemeinsam mit deinem Kind auf, bis es alt genug ist, sein Reich selbst auf Vordermann zu bringen. Das gemeinsame Wohnzimmer darf übrigens spielzeugfreie Zone sein. Für Kinder ist es gut, früh zu lernen, dass auch Erwachsene "ihren" Bereich brauchen.

Konsequent sein

Das Thema Aufräumen ist in vielen Familien Zündstoff - am Ende ist es häufig Mama, die für Ordnung sorgt. Obwohl es schneller geht, die Spielsachen allein wegzuräumen, solltest du besser gemeinsam mit deinen Kindern aufräumen. Nur so lernen sie, dass sie mithelfen müssen. Wichtig ist ein konsequentes Auftreten: Bloß nicht hinterher räumen.

Kinder brauchen Routine

Regeln schränken ein? Im Gegenteil. Gewisse Grundsätze erleichtern das Zusammenleben und vermeiden Unordnung: Aufräumen klappt am besten, wenn es dafür einen festen Termin gibt. Wenn du jede Woche einen Aufräumtag bestimmst, kann sich dein Kind darauf einstellen. Damit das Chaos nicht Überhand nimmt, hilft es beispielsweise vor dem Abendessen das Kinderzimmer aufzuräumen - natürlich mit Ausnahme phantasievoller Bauten oder ähnlichem, die können stehen bleiben. Kinder, die schon zur Schule gehen, können vor den Hausaufgaben den Schreibtisch freiräumen.

Spielerisch Ordnung halten

Fantasie braucht Platz! Deshalb breiten sich Kinder beim Spielen gern aus. Das fördert ihre Kreativität und lässt ihnen die Freiheit für Ideen. Spätestens abends sollte ein Großteil der Spielsachen wieder an seinen Platz geräumt werden. Ganz wichtig ist eine verständliche Grundordnung: Papier und Stifte gehören zum Schreibtisch, Kuscheltiere auf das Bett oder die Kommode.

Damit Spielzeug und Stifte abends wieder vom Teppich verschwinden können, braucht dein Kind Spielkisten zum Verstauen. Schon die Kleinen können angehalten werden, selbstständig aufzuräumen. Stelle dafür genügend Kisten in die unteren Regalfächer. So wissen die Kinder, wo sie was finden und können beispielsweise Klötze und Autos leichter einsortieren. Wichtig ist ein verständliches System: also eine Baukiste, eine Kiste mit Murmeln, eine Kiste mit Autos. Unterschiedliche Farben oder auch Piktogramme erleichtern die Zuordnung.

Erkläre, warum es sich lohnt

Du kannst leider nicht zu Besuch in die Kuschelhöhle kommen, weil der Weg unpassierbar ist? Erkläre deinem Kind, warum sich Ordnung lohnt. Nach dem Motto: Erst wenn der Boden wieder aufgeräumt ist, kann ich dich in deiner Höhle besuchen, damit wir zusammen puzzeln können.

Umfrage

Für die Umfrage "Generationenbarometer" (2009) befragte das Institut für Demoskopie Allensbach Eltern von 10- bis 15-Jährigen zu ihren Erziehungs- problemen.

Ergebnisse

Fast die Hälfte der befragten Mütter und Väter findet, dass ihre Kinder zu unordentlich sind. 34 Prozent der Eltern von 10-Jährigen oder Jüngeren müssen mit ihren Kindern lästige Diskussionen zum Thema Aufräumen führen.

 
Rennies 5 Grundsätze
 

1. Selbst Ordnung vorleben

2. Nicht hinterher räumen

3. Aufräumtage einrichten

4. Kinder altersgerecht ins Aufräumen einbeziehen

5. Kisten erleichtern Kindern die Übersicht